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NEU 1. Working Equitation Trainingsturnier, jetzt mitmachen!

Wir haben WED e.V. zertifizierte Richter, Original WED Dressuraufgaben und von den Richtern abgenommene Trailaufgaben.

Working Equitation Foto: hier gehts zur Anmeldung

Anmeldung Working Equitation Video Prüfungen

Aktuelle Ausschreibung des 1. Trainingsturniers und Downloads der Prüfungen.

Was ist Working Equitation, welche Disziplinen und Klassen gibt es?

Working Equitation, auch Arbeitsreitweise (englisch: Working Equitation), ist eine noch recht junge Turnierdisziplin, welche auf unterschiedlichen europäischen Reitweisen beruht. Die Arbeit am Rind gab es überall in Europa und bildete die Grundlagen für das heutige Westernreiten. Damals mussten sich Pferd und Reiter in unwegsamen Gelände sicher bewegen, der Reiter war daher auf ein rittiges, wendiges und verlässliches Pferd angewiesen. Bevor diese traditionellen Reitweisen ganz von der modernen Landwirtschaft verdrängt wurden entstand die Idee, für diese verschiedenen regionalen Arbeitsreitweisen einen internationalen Verband, Standards und Vergleichswettkämpfe ins Leben zu rufen: Working Equitation war geboren.

Working Equitation ist eine spannende Möglichkeit, das Training etwas abwechslungsreicher zu gestalten und sich selber und das Pferd vor neue Herausforderungen zu stellen. Working Equitation ist für alle Reiter und für alle Pferderassen geeignet, Gangwerk spielt weniger eine Rolle als die Mitarbeit und Motivation des Pferdes und die Harmonie von Reiter und Pferd sowie die gemeinsame Freude, die gestellten Aufgaben sicher zu meistern. Die Working Equitation Trainingswettkämpfe sind daher wirklich für jeden geeignet, egal welches Alter, welche Reitweise und welche Pferderasse, Hauptsache die Harmonie stimmt.

Working Equitation setzt sich heutzutage aus vier Komponenten zusammen: neben einer klassischen Dressurprüfung besteht die Prüfung aus einem Stil- oder Dressur-Trail sowie einer Speed-Trail Prüfung und dem optionalen Rindertreiben.

Dressur: die Basis für alle Teilprüfungen, eine konkrete Dressuraufgabe prüft die Gymnastizierung und Durchlässigkeit des Pferdes und wird in 5 Leistungsklassen unterteilt: E, A, L, M und S. Die schwereren Klassen werden nur im Schritt und Galopp geritten und es werden auch Lektionen aus dem klassischen Grand Prix der Dressurreiter gefordert. Bewertet werden wie in der klassischen Dressur der Sitz und die Einwirkung des Reiters sowie die gelassene und korrekte Arbeitsweise des Pferdes sowie Reinheit der Gänge und korrekt gerittene Übergänge am Punkt.

Stiltrail oder Dressurtrail: er beinhaltet 6-16 Hindernisse, wie z.B. Gasse, Gater, Tor, Slalom, Corral, Sidepass oder Glockengasse, die in einer bestimmten Reihenfolge und Art und Weise absolviert werden müssen. Geprüft werden Rittigkeit, Vertrauen, Mut, Geschicklichkeit und Gehorsam der Pferde. Bewertet werden hier die korrekte Ausführung und der Stil, also wie die gestellten Aufgaben gemeistert werden. Je sicherer und entspannter Pferd und Reiter die Übung machen, desto besser ist die Bewertung.

Speedtrail: ab Klasse L, hier wird Wendigkeit, Geschwindigkeit und Geschicklichkeit mit Tempo geprüft. Ein ähnlicher Parcours wie beim Stiltrail wird geritten aber diesmal mit dem Bewertungskriterium der zum Absolvieren benötigten Zeit. Jeder Fehler ergibt Strafsekunden. Aber auch in dieser Teildisziplin wird durchaus stilvolles Reiten erwartet. Diese Prüfung ist bei Online Turnieren aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen, vor allem der Böden und dem identischen Aufbau der Hindernisse und damit einer nicht vergleichbaren Zeitmessung leider nicht durchführbar.

Rinderarbeit: diese optionale Teildiziplin ist der eigentliche Ursprung der Working Equitation und häufig die publikumswirksamste und spannendste Disziplin. Der Reiter muss ein Rind von der Herde trennen und in einen definierten Bereich treiben. Bewertet wird in nach Punkten der Richter, nur bei Punktegleichstand wird nach der schnellsten Zeit platziert. Für die Teilnahme an der Rinderarbeit muss der das Reiter-Pferde-Paar zunächst den Rinderschein erworben haben, dadurch wird sichergestellt, dass das Pferd an Kühe gewöhnt ist und der Reiter weiß, wie er die Rinder möglichst stressfrei bewegen kann. Auch diese Teilprüfung ist bei Online Turnieren leider nicht durchführbar, auch wenn sie sehr spannend wäre.

Die Leistungsklassen der Working Equitation

WF - Führzügelklasse: für die kleinsten Reiter zum Schnuppern bestens geeignet, hier wird nur ein Stiltrail verlangt und der Reiter wird bei Bedarf untersützt.

Klasse WE und WA: Für Einsteiger geeignet, verschiedene Grundlektionen wie Übergänge zwischen den Gangarten. Die Aufgabe wird in allen drei Grundgangarten geritten. Wassertrense aber auch gebisslose Zäumungen sind erlaubt. Alle Aufgaben werden im Gegensatz zum Westernreiten in Anlehnung geritten. Diese Klassen werden bei den Deutschen Online Turnieren demnächst ausgeschrieben.

Klasse WL: Hier kommt noch Rückwärtsrichten, Außengalopp und einfache Galoppwechsel dazu und die Aufgabe wird in allen drei Grundgangarten geritten. Ab Klasse L bis M kann man Wahlweise auf Trense oder Kandare mit Unterlegtrense reiten. Diese Klasse wird bei den Deutschen Online Turnieren demnächst ausgeschrieben.

Klasse WM: Es kommen verschiedene Seitengänge und fliegende Galoppwechsel dazu.

Klasse WS (Masterklasse): In dieser Aufgabe gibt es auch noch S-Dressur Lektionen wie Pirouetten und Galopptraversalen und diese Aufgabe wird nur im Schritt und Galopp geritten. Hier wird das Pferd einhändig auf Kandare ohne Unterlegtrense geritten, das erfordert eine besonders feinere Einwirkung mit der Hand, sodass der Reiter die Hilfen hauptsächlich über Gewicht und Schenkel gibt.